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Die Geschichte der Barmer Bergbahn


1894

Am 16. April findet die Eröffnungsfahrt der ersten elektrischen Zahnradbahn Deutschlands statt, die mit einer 1,6 km langen und zweigleisigen Strecke das Zentrum der damaligen Stadt Barmen mit dem Wohn- und Erholungsgebiet um den Toelleturm auf den Südhöhen verbindet.

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1943

Beim Luftangriff auf Barmen am 30. Mai werden fünf von den elf Fahrzeugen der Zahnradbahn zerstört; der Betrieb geht nach dem Krieg mit sechs Fahrzeugen weiter, davon vier nahezu im Ursprungszustand von 1893/94.

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1954

Am 18. Februar beschließt der Aufsichtsrat der Wuppertaler Stadtwerke AG die Stilllegung der Zahnradbahn; als Gründe werden der hohe Investitionsbedarf für eine Renovierung sowie die Möglichkeit einer Ausweitung des Heizkraftwerks auf dem Gelände des Bergbahnhofs angeführt. Damit beginnt eine fünfjährige kommunalpolitische Auseinandersetzung über die Zukunft der Barmer Bergbahn, in der auch deren technikgeschichtliche Bedeutung öffentlich diskutiert wird:

Die Barmer Bergbahn ist ein Wahrzeichen Wuppertal-Barmens und ein bedeutsames Stück bergischer, westdeutscher und allgemeinstädtischer Verkehrsgeschichte überhaupt; es müßte erreicht werden, die Bergbahn unter Schutz zu stellen und als ein Stück Freilichtmuseum der Verkehrsgeschichte zu erhalten.“

(Aus einem Brief des Historikers Klaus Goebel vom 9. November 1957)

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1958

Trotz vieler und gut begründeter Einwände, öffentlich vorgetragener Bedenken und wissenschaftlicher Gutachten für eine wirtschaftliche Modernisierung beschließt der Rat der Stadt Wuppertal am 12. März mehrheitlich die Stilllegung der ersten elektrischen Zahnradbahn Deutschlands.

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1959

Unter großen und heftigen Protesten der Bevölkerung findet am 4. Juli die letzte Fahrt der Barmer Bergbahn statt.

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1960

Nach einer „Schonfrist“ von einem Jahr werden im Juli vier Fahrzeuge der Bergbahn am Betriebshof Toelleturm verschrottet, darunter zwei aus dem Eröffnungsjahr 1894. Von den restlichen beiden, ebenfalls vom Baujahr 1893/94, überleben nur kurzfristig die Wagenkästen (ohne Fahrgestell) auf Kinderspielplätzen, wo sie nach kaum zwei Jahren infolge der zu erwartenden Vandalismusschäden „entsorgt“ werden.

Durch die Demontage der Gleisanlagen und aller technischen Bauwerke verschwinden in den folgenden Jahren fast sämtliche Spuren der Bahn aus dem Stadtbild. Nur die ehemalige Bahnhofsgaststätte am Toelleturm, äußerlich bis heute nahezu unverändert, bleibt als beliebtes Restaurant „Zur alten Bergbahn“ erhalten.

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1984

Auf Initiative des damaligen Tiefbauamtsleiters Friedrich Stücker und des Journalisten Michael Malicke entsteht aus einem Wuppertaler Gleisstück mit Zahnstange und einer Antriebsachse der fast baugleichen Stuttgarter Zahnradbahn ein Bergbahndenkmal, finanziert von der Pensionskasse der BEK.

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2006/2007

Im Rahmen des Regionale-Förderprogramms für die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal wird die ehemalige Bergbahntrasse auf der ca. 1 km langen Waldstrecke freigelegt und mit Granitstelen markiert; das Denkmal mit der Antriebsachse wird von der Wiese gegenüber der BEK auf die Trasse versetzt.

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